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Unfall mit Güterzug auf der Strecke 3071 am 30. September 2011

Nach dem schweren Unfall vom 30. September 2011 am Bahnübergang in Girod haben nun die Aufräumarbeiten begonnen.

 

An diesem Tag war auf dem Bahnübergang an der L314 - dessen technische Sicherung mit den beiderseits der Fahrbahn stehenden roten Blinkleuchten nach ersten Ermittlungen einwandfrei funktioniert hat - ein PKW mit rund 100 km/h in den 15. von 20 Waggons des aus Limburg kommenden, vermutlich leeren Tonzuges, gerast. Bei diesem Aufprall muss mindestens ein Drehgestell des unbeladenen, mehr als 20 Tonnen schweren Waggons entgleist sein.

 

Der Lokführer des von zwei Diesellokomotiven mit einer Motorleistung von zusammen ca. 5000 PS gezogenen Zugs hat vom Aufprall scheinbar (und verständlicherweise !) nichts mitbekommen. Zwischen Girod und Montabaur - wo der Lokführer von der Polizei auf den Unfall aufmerksam gemacht wurde - zerstörten die aus den Gleisen gesprungenen Waggons diverse Gleise, Schwellen und Weichen.

 

So fanden wir selbst in der Nähe des Bahnhofes Goldhausen an einer zerstörten Weiche bereits die erste, verlorene Achse eines Waggons. Wie auf Videos der Firma Winkler-TV zu erkennen ist, verlor dann im Bahnhof Montabaur der Zug eine weitere Achse, die an der Bahnböschung herunter an den Rand des Reisenden-Parkplatzes rollte.

 

Die Bergungsarbeiten am 4.10. wurden Schwerlasttechnisch durch ein regionales Unternehmen durchgeführt.

An Klischees ist immer etwas wahres dran.

(Dr. Gregory House)

Druckdatum: 22-08-2019
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